Johanna und Christoph

Fotografie ist für mich der Schlüssel in die Herzen der Menschen. In ihr finde ich Zufriedenheit für meine hungrige und kreative Seele. In ihr habe ich meine Zuhause gefunden.

Ich fotografiere nicht die klassische Definition von Perfektion. Es geht um Momente, für die es keine Worte gibt. Ich liebe die versteckte Schönheit des Alltags. Fotografie ist das „Mensch sein“, ihre Geschichten und ihre Emotionen.

Ich bin detailverliebt, ständig suchend nach Inspiration und echten Gefühlen. Darum liebe ich es Menschen zu fotografieren, die sich lieben. All das kann man nicht in Workshops lernen. Man muss es einfach fühlen und sich einfühlen können. Die Technik perfekt zu beherrschen ist eine gute Vorraussetzung, aber keine Garantie für emotionale Bilder.

Ich habe nie eine Workshop besucht und nicht viel Geld für teures Equipment ausgegeben. Doch ich habe mich nach jedem Shooting hingesetzt und versucht mich und meine Arbeit zu reflektieren. Ich habe nach Fehlern gesucht und sie mir aufgeschrieben, um sie beim nächsten Mal besser zu machen. Ich habe viel gelesen, nächtelang Bilder analysiert und hunderte von Stunden an der Bildbearbeitung gesessen. Es vergeht kein Tag, in dem ich mich nicht weiterbilde. In alles habe ich mich selbst reingefuchst, ob es nun die manuelle Fotografie ist, Bildbearbeitung, Programmierung, Marketing oder Social Media. Niemand hat mich an die Hand genommen und mir den Weg geebnet. Gerade deshalb habe ich lange gebraucht um jetzt nach 3 Jahren hier zu stehen und zu sagen, ich habe mich, meinen Stil und meine Spezialisierung gefunden. Und genau deshalb bin ich stolz auf mich, denn ich habe alles allein geschafft.

 

Diese Serie von Johanna und Christoph ist in einer alten Lagerhalle in Köln entstanden. Johanna kenne ich noch aus meiner Zeit als Krankenschwester. Damals war sie meine Schwesternschülerin und nächstes Jahr darf ich ihre Hochzeit fotografieren. Viele Jahre haben wir uns nicht mehr gesehen. Und genau deshalb liebe ich meine Arbeit, weil sie Menschen verbindet. Ich sehe meine Paare nicht als Kunden, sondern sie sind Freunde, an deren intimsten Momenten ich teilhaben darf.

 

 

%d Bloggern gefällt das: